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Ja zum Planungskredit, nein zum Investitionsbeitrag

17. September 2025 – Die Abstimmungsvorlagen Investitionsbeitrag an die Genossenschaft „Sportzentrum Allmeind“ sowie der Planungskredit Schulanlage Kornhausstrasse bewogen etliche Mitglieder, die Parteiversammlung der Mitte Einsiedeln zu besuchen. Zudem hielt Denise Egli Rückblick auf das Mitwirkungsverfahren kommunale Richtplanung.

Präsident Dominik Süss schätzte es in seiner Begrüssung im Restaurant Bären sehr, dass sich die Mitte-Familie im Vorfeld einer Abstimmung fundiert informieren lassen möchte. Er begrüsste die Vertreter der Genossenschaft „Sportzentrum Allmeind“, Christoph Bingisser und André Nützel, sowie Stefan Kälin als Vertreter des Bezirksrates. Bingisser präsentierte die Planungsentwicklung des Sportzentrums und hob die Vorteile eines solchen Zentrums für die Region Einsiedeln hervor. Rein emotional hinterlässt das Sportzentrum einen guten Eindruck, es könnten beispielsweise auch attraktive grössere Anlässe – allerdings ebenso mit entsprechendem Mehrverkehr – durchgeführt werden.

Für den Steuerzahler interessanter sind dann allerdings die harten Fakten. Das Projekt erfuhr innerhalb der letzten drei Jahre eine Kostensteigerung um 55 Prozent (von 24.8 auf 38.6 Mio. Franken). Was kommt noch? Da kommt bei einem Teil der Bevölkerung die Erinnerung an andere grosse Einsiedler Projekte hoch, die heute noch in der Buchhaltung der Bezirkskasse erscheinen. Es wären neu 17.4 Mio. Franken durch den Steuerzahler zu berappen, was auch bereits 4.9 Mio. Franken mehr sind als 2023, die jährlich wiederkehrenden Betriebsbeiträge beliefen sich auf 1.4 Mio. Franken. Umgekehrt scheint die Finanzierung seitens der Genossenschaft immer noch nicht vollständig geregelt zu sein.

Geradezu stossend ist dann aber die Tatsache, dass der Bezirk keine Mitsprache hätte und die Anlage nach Ablauf des Baurechtsvertrages zum Nulltarif an die Genossame Dorf Binzen heimfallen würde, was nicht gängiger Praxis entspricht. Das Thema „Hallensolidarität“ schliesslich schwingt nur nebenbei noch so mit, hat aber doch zum Teil ansehnliche Auswirkungen auf die Finanzen der Vereine.

Nach Abwägung aller Argumente lehnt die Mitte Einsiedeln den Investitionsbeitrag grossmehrheitlich ab.

Etwas weniger Diskussionsanlass gab anschliessend der Planungskredit Schulanlage Kornhausstrasse. Obwohl die RPK diesen ablehnt, erachten es die

Parteimitglieder als notwendig, eine saubere Planung für die Schulhauserweiterung zu erstellen um unvorhergesehene Kosten zu vermeiden.

Schliesslich berichtete Denise Egli, Vorstandsmitglied der Mitte Einsiedeln und studierte Raumplanerin, über das Mitwirkungsverfahren zur kommunalen Richtplanung, zu der Die Mitte Einsiedeln eine Stellungnahme abgab. Die Planung funktioniert „top down“, das heisst, der Bund gibt mit dem Raumplanungsgesetz den Rahmen vor für den kantonalen Richtplan, der wiederum Grundlage für die Gemeinden ist. Der Bezirk Einsiedeln definierte eine Entwicklungsstrategie, woraus die kommunale Richtplanung und schliesslich der Nutzungsplan abgeleitet wird. Ein Ziel der kommunalen Richtplanung ist es, bei den Beschäftigten ein prozentual höheres Wachstum als bei den Einwohnern anzustreben. Eine Umsetzung ist über die darauffolgende Zonenplanung anzugehen.

Mit Worten des Dankes für die angeregte Diskussion beendete Dominik Süss die Parteiversammlung der Mitte Einsiedeln.

 

Foto: Präsident Dominik Süss mit Denise Egli, welche als Vertretung der Mitte Einsiedeln am Mitwirkungsverfahren kommunale Richtplanung teilnahm.

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