Die Kröte im Trinkwasser
11. Mai 2025 – Am 18. Mai stimmen wir über den Neubau des Grundwasserpumpwerks Breukholz ab. Trinkwasser ist überlebenswichtig und wir dürfen uns glücklich schätzen, wurde im Breukholz ein neuer Standort gefunden, wo entsprechendes Grundwasser gefördert werden kann. Dahingehend gibt es an der Vorlage nichts zu beanstanden und ich werde diese mit einem Ja annehmen.
Interessant ist dann aber schon, wieso überhaupt ein neuer Standort für eine Grundwasserfassung gesucht werden musste. In der letzten Revision des nationalen Gewässerschutzgesetztes wurden die Schutzzonen für den Grundwasserschutz massiv ausgedehnt. Aufgrund dieser Ausdehnungen hat dann der Kanton Schwyz als Konzessionsgeberin für die Grundwasserförderung entschieden, dass die seit Jahrzehnten bestehende Schutzzone beim Rabennest nicht mehr den Anforderungen entspricht und keine Konzession mehr erteilt wird. Im Rabennest steht uns perfektes Grundwasser in Trinkqualität zur Verfügung, welches wir aufgrund einer Gesetzesanpassung nicht mehr nutzen dürfen. Während Jahrzehnten haben wir im Rabennest Grundwasser bezogen, an dessen Qualität es rein gar nichts auszusetzen gibt. Nun heisst es aber Zapfen in die Leitung und Ende der Förderung. Die jüngste Revision des Gewässerschutzgesetzes kommt somit einer hässlichen Kröte gleich, die wir Einsiedler zu schlucken haben. Nebenbei hat diese Kröte auch noch ein deftiges Preisschild von über 8 Millionen Franken. Mit Nachdruck wiederhole ich mein Votum von der vergangenen Bezirksgemeinde. Der Bezirksrat täte gut daran beim Kanton eine Kostenbeteiligung zu verlangen oder zumindest ein finanzielles Entgegenkommen beim Leitungsbau vom Breukholz ins Dorf.
Dominik Süss Die Mitte Einsiedeln, Präsident
