Unsere Website ist nicht für deine Browserversion optimiert.

Seite trotzdem ansehen

Die Mitte lehnt die «Wohnrauminitiative» ab und fordert mehr Transparenz bei Nachtragskrediten

14. September 2026 – Die Mitte. An der Parteiversammlung der Mitte konnte Präsident Dominik Süss im Zunfthaus Bären etliche interessierte Parteimitglieder begrüssen. Trotz der dünnen Einladung zur Bezirksgemeinde gab es doch einigen Diskussionsbedarf zu den Traktanden, vor allem zu den Nachtragskrediten und der Initiative «Bauland besser nutzen, Landschaft schützen». Die Parolen jedoch wurden alle grossmehrheitlich gefasst.

Bezirksrat Daniel Kälin stellte die Teilrevision des Kurtaxenreglementes vor. Da künftig die «Casino-Gelder» fast gänzlich wegfallen für den Tourismus, helfen höhere Kurtaxen, weiterhin touristische Veranstaltungen und Infrastrukturen zu finanzieren. Ebenso soll die ÖV-Gästekarte definitiv eingeführt werden. Die Mitte Einsiedeln unterstützt die Revision des Kurtaxenreglementes, welche trotz Erhöhung der Kurtaxe die Tourismusregion attraktiver macht.

Die FDP-Initiative «Bauland besser nutzen, Landschaft schützen» wurde von den Initianten, Parteipräsident Sebastian Oechslin sowie Kantonsrat Reto Keller vorgestellt. Einsiedeln kann – wie so einige attraktive Ortschaften – die Nachfrage nach Wohnraum nicht decken. Das Bevölkerungswachstum soll in den nächsten Jahren moderat steigen, insbesondere soll nach dem Willen der Initianten mehr Wohnraum für Familien und Einheimische geschaffen werden. Dies soll erreicht werden mit der Abschaffung der Überbauungsziffer, was eine effizientere Nutzung des Baulandes in die Breite ermöglichen soll. Die Initianten rechnen dank ihrer Initiative mit einigen hundert Wohnungen in den nächsten zehn Jahren.

Die Mitte befürwortet grundsätzlich das Anliegen der Verdichtung. Die Problematik ortet sie jedoch darin, dass die Initiative alle Bauzonen flächendeckend betreffen würde, also auch Randzonen der Siedlungsgebiete, was einen ineffizienten extensiven Ausbau der Infrastruktur und Schulwege nach sich ziehen würde.

Anita Kälin und Jürg Kalbermatten erläuterten die Haltung des Bezirksrates. Der Bezirksrat strebe mit dem Kommunalen Richtplan eine gesunde Innenverdichtung an mit einem Bevölkerungs-Wachstumsziel von 0.8 Prozent pro Jahr. Damit könnte eine effizientere Nutzung der Infrastruktur erzielt werden, was durch die Initiative erschwert würde.

Für Die Mitte ist klar: Die Initiative bewirkt einen Ausbau in die Breite, was eine ineffizientere Nutzung der Wohnfläche darstellt. Stattdessen empfiehlt die Partei eher einen Ausbau in der Höhe in gesonderten Siedlungsgebieten, beispielsweise durch eine Anpassung der Wohnzone W1 in Zone W2. Konsequenterweise lehnt sie die Initiative deutlich ab.

Ein Dorn im Auge der Partei waren die Nachtragskredite, respektive deren Höhe. Grundsätzlich wurde zwar dem Bezirksrat durch die Stimmbevölkerung die Bewilligung zur Sanierung der bezirkseigenen Liegenschaften erteilt. Gleichwohl erwartet die Mitte, dass solche Kostenüberschreitungen besser kommuniziert werden. An der kommenden Bezirksgemeinde bietet sich Gelegenheit dazu. Nachtragskredite können umständehalber notwendig werden. Die Mitte fordert jedoch vom Bezirksrat Massnahmen, über die Notwendigkeit transparent zu informieren und sie in geeigneten Publikationsorganen zu kommunizieren.

Demgegenüber zeigt sich die Mitte erfreut über die «Punktlandung» bei der Abrechnung Erwerb der Liegenschaften Flora und Sonneck.

Präsident Dominik Süss brachte die intensiv geführten Diskussionen mit dem letzten Traktandum zum Abschluss und leitete zum gemütlichen Teil über.

Engagiere dich