Parteiversammlung der Mitte Einsiedeln
20. Juni 2025 – Die Mitglieder der Mitte Einsiedeln versammelten sich letzten Montag zu ihrer Parteiversammlung im Hotel Drei Könige. Im Zeichen der kommenden Bezirksgemeinde wurden die Geschäfte erläutert und von den zahlreichen Mitgliedern rege diskutiert. Trotzdem fielen die Abstimmungen eindeutig aus.
Präsident Dominik Süss konnte nach der Begrüssung das Wort schon bald an die Bezirksrätin Leta Bolli und den Säckelmeister Andreas Kuriger übergeben, welche den Beitrag an die Sanierungskosten Hallenbad Ybrig erläuterten. Es ist klar, dass Schwimmunterricht in einem Bezirk mit Seeanstoss unabdingbar ist. Von einer Variante mit Einmietung in umliegende Hallenbäder von Baar bis Wädenswil muss abgesehen werden, da diese Bäder zu wenig Kapazitäten aufweisen. Ein unveränderter Weiterbetrieb des Hallenbades Ybrig birgt das Risiko einer akuten Schliessung, womit man kein Schulschwimmen mehr anbieten könnte. Bleibt die Frage, ob ein eigener Neubau oder Beitrag an Sanierung und Unterhalt eines bestehenden Schwimmbades die bessere Lösung ist. Diese Frage wurde intensiv diskutiert sowie auch die Höhe der Betriebs- und Mietkosten für das Hallenbad Ybrig, welche Einsiedeln zu berappen hätte. Es setzte sich in der Partei dann doch grossmehrheitlich die Überzeugung durch, dass Einsiedeln mit der vorgesehenen Variante zu einer relativ kostengünstigen Lösung kommt, zudem gäbe es Planungssicherheit für die nächsten zehn bis zwölf Jahre – wo man allenfalls sogar ein eigenes Schwimmbadprojekt ausarbeiten könnte…
Deutlich weniger Dikussionsbedarf gab es zum Geschäft «Festlegung Gewässerraum Sihlsee», welches von Bezirksrätin Anita Kälin vorgestellt wurde. Mit einem enormen Aufwand verbunden war das Festlegen und Zeichnen der Uferlinie, welche nach Meinung der Mitte jedoch vernünftig erfolgt ist. So wurde das Geschäft dann auch einstimmig angenommen.
Nun präsentierte Daniel Kälin, Präsident der SVP Einsiedeln, deren Pluralinitiative. Diese sieht vor, in der Gewerbe- und Industriezone nicht nur betriebsnotwendige Wohnungen, sondern neu auch Geschossfläche für uneingeschränkten Wohnnutzen zuzulassen. Was auf den ersten Blick verlockend erscheint, muss bei genauerem Hinsehen doch sehr kritisch beurteilt werden. Die vom Bezirk errechnete theoretische Zahl von 1500 neuen Einwohnerinnen und Einwohnern könne gemäss Kälin sicher nicht erreicht werden. Doch trotzdem irritiert das Anliegen der SVP angesichts der ansonsten geäusserten Parolen für möglichst geringe Zuwanderung und moderates Bevölkerungswachstum.
Die Mitte erachtet es als gegeben, dass sich Bewohnerinnen und Bewohner der Gewerbe- und Industriezone früher oder später an Lärm-, Staubemissionen und dergleichen stören könnten und Einsprachen vorprogrammiert seien – Beispiele nur schon in ordentlichen Wohnzonen gäbe es genügend. Dies würde dem Gewerbe unnötig Hindernisse in den Weg legen. Zudem könnte es auch zu betrieblichen Einschränkungen kommen infolge sicherheitstechnischen Aspekten, gerade wenn man an spielende Kinder in Industriezonen denkt.
Des Weiteren ist es eine ökonomische Tatsache, dass mit der Möglichkeit des Wohnungsbaus die Bodenpreise der Gewerbezonen steigen. Möchte das Gewerbe das in Kauf nehmen? Aus diesen Überlegungen lehnt die Mitte Einsiedeln die Pluralinitiative bei einzelnen Enthaltungen ab.
Zum Abschluss wurden noch die Nachtragskredite diskutiert und mit dem Hinweis auf die kommenden Veranstaltungen «Altersstrategie» und «Triff de Blunschy» vom nächsten Montag, wo übrigens auch Bezirksammann Hanspeter Egli zugegen sein wird, schloss Dominik Süss die Versammlung.
Foto: Der Präsident der Mitte Einsiedeln, Dominik Süss, führte souverän durch die Versammlung
